Kapitalbildende Lebensversicherungen seien eine „veritable Fehlkonstruktion“, schreiben zwei Fondsexperten eines Münchner Finanzdienstleisters in ihrer Analyse. Grund hierfür sei eine „ökonomisch eher unsinnige Verkupplung“ einer Risikolebensversicherung mit einem Sparvertrag. Die ganze Abrechnung lesen Sie hier.

„Eine Frau braucht einen Mann, wie ein Fisch ein Fahrrad“ – das Zitat, das der US-amerikanischen Feministin Gloria Steinem zugeschrieben wird, schießt einem unwillkürlich in den Sinn, wenn man den Fachaufsatz von Gerd Kommer und Jonas Schweizer vom Münchner Finanzdienstleister Gerd Kommer Invest liest. Dieser ist am 6. März im Newsblog des Unternehmens veröffentlicht worden.

Den beiden Autoren geht es zwar nicht um eine philosophische Betrachtung menschlicher Zweisamkeit, aber doch zumindest um eine nicht minder komplizierte Angelegenheit: die kapitalbildende Lebensversicherung (KLV). Das Fazit der Fondsspezialisten lässt sich in Anlehnung an Steinems berühmten Ausspruch etwa so deuten: „Der Mensch braucht eine Lebensversicherung, wie ein Fisch ein Fahrrad“.

Und in diesem, nun ja, Verriss der kapitalbildenden Lebensversicherung kommt tatsächlich auch ein Vergleich vor, der die vermeintliche Unvereinbarkeit von Risiko- und Sparkomponente innerhalb eines Lebensversicherungsvertrags derart provokant veranschaulichen soll. Jedenfalls hätten deren Funktionen und Ziele „letztlich genauso viel mit einander zu tun wie eine Schwimmweste und ein Fahrrad“, schreiben die Autoren.

„Ökonomisch eher unsinnige Verkupplung“

„KLVs kann man aus Anwendersicht als veritable Fehlkonstruktion bezeichnen“, so die harsche Kritik von Kommer und Schweizer. Fehlkonstruktion deswegen, weil eine KLV „bei rationaler Betrachtung eine ökonomisch eher unsinnige Verkupplung eines Versicherungsproduktes mit einem Investmentprodukt ist, nämlich eine Risikolebensversicherung verzahnt mit einem Sparvertrag“.

Dabei repräsentiere die Risikolebensversicherung eine – in aller Regel nur zeitlich begrenzt notwendige – Todesfallabsicherung. Der Sparvertrag sei dagegen ein Anlageprodukt für die sehr langfristige Vermögensbildung und Altersvorsorge, führen die Autoren aus. Und dann folgt der eingangs erwähnte Vergleich: „Diese beiden Funktionen und Ziele haben letztlich genauso viel mit einander zu tun wie eine Schwimmweste und ein Fahrrad.“ Und weiter: „Trotzdem werden sie von Versicherungen kombiniert, weil man in dieser intransparenten, illiquiden, unnötig komplexen Kombination hohe Kosten und Margen besonders gut verstecken kann.“

Ob diese Analyse für Versicherungsvermittler so hilfreich ist, wie ein Fahrrad für einen Fisch, darüber muss beziehungsweise darf sich jeder selbst ein Urteil bilden.

Kapitalbildende Lebensversicherungen seien eine „veritable Fehlkonstruktion“, schreiben zwei Fondsexperten eines Münchner Finanzdienstleisters in ihrer Analyse. Grund hierfür sei eine „ökonomisch eher unsinnige Verkupplung“ einer Risikolebensversicherung mit einem Sparvertrag. Die ganze Abrechnung lesen Sie hier.

„Eine Frau braucht einen Mann, wie ein Fisch ein Fahrrad“ – das Zitat, das der US-amerikanischen Feministin Gloria Steinem zugeschrieben wird, schießt einem unwillkürlich in den Sinn, wenn man den Fachaufsatz von Gerd Kommer und Jonas Schweizer vom Münchner Finanzdienstleister Gerd Kommer Invest liest. Dieser ist am 6. März im Newsblog des Unternehmens veröffentlicht worden.

Den beiden Autoren geht es zwar nicht um eine philosophische Betrachtung menschlicher Zweisamkeit, aber doch zumindest um eine nicht minder komplizierte Angelegenheit: die kapitalbildende Lebensversicherung (KLV). Das Fazit der Fondsspezialisten lässt sich in Anlehnung an Steinems berühmten Ausspruch etwa so deuten: „Der Mensch braucht eine Lebensversicherung, wie ein Fisch ein Fahrrad“.

Und in diesem, nun ja, Verriss der kapitalbildenden Lebensversicherung kommt tatsächlich auch ein Vergleich vor, der die vermeintliche Unvereinbarkeit von Risiko- und Sparkomponente innerhalb eines Lebensversicherungsvertrags derart provokant veranschaulichen soll. Jedenfalls hätten deren Funktionen und Ziele „letztlich genauso viel mit einander zu tun wie eine Schwimmweste und ein Fahrrad“, schreiben die Autoren.

„Ökonomisch eher unsinnige Verkupplung“

„KLVs kann man aus Anwendersicht als veritable Fehlkonstruktion bezeichnen“, so die harsche Kritik von Kommer und Schweizer. Fehlkonstruktion deswegen, weil eine KLV „bei rationaler Betrachtung eine ökonomisch eher unsinnige Verkupplung eines Versicherungsproduktes mit einem Investmentprodukt ist, nämlich eine Risikolebensversicherung verzahnt mit einem Sparvertrag“.

Dabei repräsentiere die Risikolebensversicherung eine – in aller Regel nur zeitlich begrenzt notwendige – Todesfallabsicherung. Der Sparvertrag sei dagegen ein Anlageprodukt für die sehr langfristige Vermögensbildung und Altersvorsorge, führen die Autoren aus. Und dann folgt der eingangs erwähnte Vergleich: „Diese beiden Funktionen und Ziele haben letztlich genauso viel mit einander zu tun wie eine Schwimmweste und ein Fahrrad.“ Und weiter: „Trotzdem werden sie von Versicherungen kombiniert, weil man in dieser intransparenten, illiquiden, unnötig komplexen Kombination hohe Kosten und Margen besonders gut verstecken kann.“

Ob diese Analyse für Versicherungsvermittler so hilfreich ist, wie ein Fahrrad für einen Fisch, darüber muss beziehungsweise darf sich jeder selbst ein Urteil bilden.