Noch sind es nur Gerüchte: Die Zurich soll über einen Verkauf ihres deutschen Lebensversicherers nachdenken. Es wäre der größte externe Run-off nach dem Deal der Generali vor einigen Jahren.

Nach der Ankündigung der Generali, ihren Lebensversicherungsbestand in den externen Run-off zu schicken, war es lange Zeit still beim Thema Bestandsübertragungen geworden. Nun scheint die Zurich darüber nachzudenken, ihren deutschen Lebensversicherer Zurich Deutscher Herold zu verkaufen. Darüber berichtet die Süddeutsche Zeitung, die sich auf Branchenkreise beruft.

Kritisch beäugt wird bei der Zurich laut Medienbericht dabei der hohe Kapitaleinsatz, den das klassische Lebensversicherungsgeschäft aufgrund der hohen Volatilität erfordere. Demgegenüber stehen nur geringe Erträge, das Geschäft entwickelte sich im vergangenen Jahr rückläufig. So standen 2020 Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung von knapp 3,3 Milliarden Euro zu Buche – ein Minus von 9,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Hauptvertriebskanal der Zurich sind weiter die Banken – erst neulich hatte der Versicherer bekanntgegeben, seine bestehende Kooperation mit der Deutschen Bank um weitere 10 Jahre zu verlängern.

Insgesamt sitzt der Versicherer derzeit auf 2,9 Millionen Lebensversicherungsverträgen – ein möglicher Verkauf an einen externen Abwicklungsspezialisten wäre somit nach dem Generali-Deal (4,2 Millionen Verträge) der zweitgrößte in Deutschland.

Die Zurich, die sich laut Medienbericht vorwiegend auf das Industrie- und Gewerbegeschäft konzentrieren möchte, wollte die Gerüchte nicht kommentieren. Abzuwarten bleibt auch, wie das Echo auf einen solchen Deal ausfallen würde. Deutliche Kritik an externen Run-off-Vereinbarungen hatte es in der Vergangenheit nicht nur von Verbraucherschützern, sondern auch aus der Maklerschaft gegeben.

Quelle

Noch sind es nur Gerüchte: Die Zurich soll über einen Verkauf ihres deutschen Lebensversicherers nachdenken. Es wäre der größte externe Run-off nach dem Deal der Generali vor einigen Jahren.

Nach der Ankündigung der Generali, ihren Lebensversicherungsbestand in den externen Run-off zu schicken, war es lange Zeit still beim Thema Bestandsübertragungen geworden. Nun scheint die Zurich darüber nachzudenken, ihren deutschen Lebensversicherer Zurich Deutscher Herold zu verkaufen. Darüber berichtet die Süddeutsche Zeitung, die sich auf Branchenkreise beruft.

Kritisch beäugt wird bei der Zurich laut Medienbericht dabei der hohe Kapitaleinsatz, den das klassische Lebensversicherungsgeschäft aufgrund der hohen Volatilität erfordere. Demgegenüber stehen nur geringe Erträge, das Geschäft entwickelte sich im vergangenen Jahr rückläufig. So standen 2020 Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung von knapp 3,3 Milliarden Euro zu Buche – ein Minus von 9,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Hauptvertriebskanal der Zurich sind weiter die Banken – erst neulich hatte der Versicherer bekanntgegeben, seine bestehende Kooperation mit der Deutschen Bank um weitere 10 Jahre zu verlängern.

Insgesamt sitzt der Versicherer derzeit auf 2,9 Millionen Lebensversicherungsverträgen – ein möglicher Verkauf an einen externen Abwicklungsspezialisten wäre somit nach dem Generali-Deal (4,2 Millionen Verträge) der zweitgrößte in Deutschland.

Die Zurich, die sich laut Medienbericht vorwiegend auf das Industrie- und Gewerbegeschäft konzentrieren möchte, wollte die Gerüchte nicht kommentieren. Abzuwarten bleibt auch, wie das Echo auf einen solchen Deal ausfallen würde. Deutliche Kritik an externen Run-off-Vereinbarungen hatte es in der Vergangenheit nicht nur von Verbraucherschützern, sondern auch aus der Maklerschaft gegeben.

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