Testkäufer haben sich stichprobenartig beraten lassen und wurden unzureichend über Kosten und Eignung von Finanzprodukten informiert. Vor allem Senioren sind betroffen.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat bei einer anonymen Untersuchung deutliche Mängel in der Anlageberatung mehrerer Banken und Sparkassen gefunden. In einer Stichprobe von 36 Beratungen gab es bei einem Drittel “schwerwiegende Beanstandungen”, hieß es im Mitteilungsblatt BaFinJournal. Wichtige Informationsdokumente wurden laut dem Leiter der BaFin-Abteilung Verbraucherschutz Christian Bock nicht übergeben.

In fünf Fällen fehlte demnach die Geeignetheitserklärung, die Kunden im Anschluss an eine Anlageberatung erhalten müssen. Darin muss die Bank darstellen, warum eine Empfehlung zu einem bestimmten Kunden passt. In vier Fällen gab es laut BaFin keine Kosteninformation, in drei Fällen fehlten beide Dokumente, obwohl beide gesetzlich vorgeschrieben sind. Die BaFin schickte geschulte Testkäuferinnen und -käufer als Kunden zu den Banken. Die stichprobenartige Untersuchung der BaFin gibt aber keinen Überblick über den Gesamtmarkt.

Verbraucherzentralen fordern Verbot von Provisionen

Mängel traten laut Bericht bei fast allen getesteten Banken auf, vor allem, wenn die Kundinnen und Kunden Senioren waren. Hier gab es bei der Hälfte der Beratungen Beanstandungen, bei Jugendlichen und Berufstätigen bei einem Viertel der Verkaufsgespräche. Weitere Defizite: Kundenangaben wurden nicht zutreffend aufgenommen, “möglicherweise um eine bestimmte Empfehlung aussprechen zu können, die zu den Angaben nicht gepasst hätte”, heißt es in dem Bericht.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) begrüßte die Untersuchung der BaFin. Für einen effektiven Verbraucherschutz am Finanzmarkt müssten Politik und Aufsicht “zwei Gänge hochschalten”, teilten die Verbraucherschützer mit. Dass Banken und Sparkassen schon bei einfachen Verbraucherinformationen gegen gesetzliche Regelungen verstießen, sei “ein Weckruf”.
Laut vzbv zeigt die Untersuchung, dass Transparenz als Schutzschild gegen schlechte Beratung nicht funktioniere. Der Verband fordert daher ein “umfassendes Verbot von Provisionen” und klare gesetzliche Vorgaben für Anlageempfehlungen.

Quelle

Testkäufer haben sich stichprobenartig beraten lassen und wurden unzureichend über Kosten und Eignung von Finanzprodukten informiert. Vor allem Senioren sind betroffen.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat bei einer anonymen Untersuchung deutliche Mängel in der Anlageberatung mehrerer Banken und Sparkassen gefunden. In einer Stichprobe von 36 Beratungen gab es bei einem Drittel “schwerwiegende Beanstandungen”, hieß es im Mitteilungsblatt BaFinJournal. Wichtige Informationsdokumente wurden laut dem Leiter der BaFin-Abteilung Verbraucherschutz Christian Bock nicht übergeben.

In fünf Fällen fehlte demnach die Geeignetheitserklärung, die Kunden im Anschluss an eine Anlageberatung erhalten müssen. Darin muss die Bank darstellen, warum eine Empfehlung zu einem bestimmten Kunden passt. In vier Fällen gab es laut BaFin keine Kosteninformation, in drei Fällen fehlten beide Dokumente, obwohl beide gesetzlich vorgeschrieben sind. Die BaFin schickte geschulte Testkäuferinnen und -käufer als Kunden zu den Banken. Die stichprobenartige Untersuchung der BaFin gibt aber keinen Überblick über den Gesamtmarkt.

Verbraucherzentralen fordern Verbot von Provisionen

Mängel traten laut Bericht bei fast allen getesteten Banken auf, vor allem, wenn die Kundinnen und Kunden Senioren waren. Hier gab es bei der Hälfte der Beratungen Beanstandungen, bei Jugendlichen und Berufstätigen bei einem Viertel der Verkaufsgespräche. Weitere Defizite: Kundenangaben wurden nicht zutreffend aufgenommen, “möglicherweise um eine bestimmte Empfehlung aussprechen zu können, die zu den Angaben nicht gepasst hätte”, heißt es in dem Bericht.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) begrüßte die Untersuchung der BaFin. Für einen effektiven Verbraucherschutz am Finanzmarkt müssten Politik und Aufsicht “zwei Gänge hochschalten”, teilten die Verbraucherschützer mit. Dass Banken und Sparkassen schon bei einfachen Verbraucherinformationen gegen gesetzliche Regelungen verstießen, sei “ein Weckruf”.
Laut vzbv zeigt die Untersuchung, dass Transparenz als Schutzschild gegen schlechte Beratung nicht funktioniere. Der Verband fordert daher ein “umfassendes Verbot von Provisionen” und klare gesetzliche Vorgaben für Anlageempfehlungen.

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